© Joachim Gern, Christoph Grunert, Jeanne Degraa

EIN OSCAR FÜR EMILY

Münchner Tournee

Emily und Henry, zwei alternde Schauspieler, sind seit 45 Jahren verheiratet. In ihrem bescheidenen Vorort-Apartment bereiten sie sich auf die Nacht der Nächte vor: Es ist Oscar-Preisverleihung, und beide hoffen auf die angemessene Würdigung ihres Lebenswerks.
Entsprechend nervös bringen sie den Tag irgendwie hinter sich. Die beiden schwelgen in Erinnerungen, zitieren Shakespeare und Goethe und diskutieren über eine angemessene Garderobe.
Als Jeff, der junge Mann vom "mobilen Lunchservice", auftaucht, haben Emily und Henry endlich das Publikum, das sie so sehr brauchen. Doch Jeff deckt mit seinen hartnäckigen Fragen nach dem Sohn des Paares eine Lebenslüge auf. Denn ihr Sohn Bill ist weder Arzt, wie Emily behauptet, noch Anwalt, wie Henry behauptet, sondern starb vor Jahren an einer Überdosis Drogen. Was Emily und Henry nicht wissen: Bill hinterließ einen Sohn, ihren Enkel.

"Ein Oscar für Emily" bietet einen fast schon voyeuristischen Blick in das Seelenleben eines alten Hollywoodpaares, das völlig in der glanzvollen Vergangenheit - oder vielmehr dem Traumbild dieser Vergangenheit - lebt: emotional, berührend, mitreißend und trotz aller Tragik umwerfend komisch!


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